Marktforschung zum Ramadanfest
Das Ramadanfest (Zuckerfest) steht kurz bevor
Weitgehend unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit, werden in den kommenden Tagen über 3 Millionen Mitbürger das Ende des Ramadan feiern. 75% der Muslime nehmen dies zum Anlass, ihren Familien Geschenke zu kaufen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter muslimischen Mitbürgern, die vom Düsseldorfer Marktforschungsinstitut INNOFACT AG auf ihrem Meinungsportal „Fikiryeri.de“ durchgeführt wurde. Hauptempfänger von Geschenken sind immer noch klassischerweise Kinder. Jedoch sind die Zeiten vorbei, in denen nur Süßigkeiten und Kleidung an die Kinder verschenkt werden. So planen 49%, ihren Kindern Spielzeug sowie 17% Spiele für Spielkonsolen und Computer und 7% Handys zu kaufen.
Ein weiterer Wandel der Traditionen zeichnet sich beim Beschenken des Ehepartners ab. 44% der verheirateten Personen planen, ihrem Lebenspartner Geschenke zu kaufen, was traditionell eigentlich eher unüblich ist. Hierbei stehen besonders Schmuck und Kleidung oben auf der Einkaufsliste.
Trotz all dieser Entwicklungen bleiben Süßwaren klassisches Element bei den Geschenken. So schenken 70% der Eltern ihren Kindern und 65% ihren Neffen und Nichten unter anderem Süßigkeiten. Süßwaren spielen auch eine große Rolle beim Besuch von Verwandten. So besuchen z.B. 75% ihre Eltern und knapp 53% andere
Verwandte oder Bekannte. Bei fast jedem Besuch werden kleine Mitbringsel mitgebracht - in erster Linie Süßwaren und Blumen.
Für die Umfrage wurden im September insgesamt 300 repräsentativ ausgewählte Personen mit einem Migrationshintergrund aus muslimischen Ländern in Deutschland zwischen 14 und 49 Jahren befragt.
Weitere Informationen, Grafiken und Interpretationen: www.innofact.de
Mediennutzung türkischer Migranten
Die Studie “Migranten und Medien” im Auftrag von ARD und ZDF ergab, dass Türken von 16 bis 49 Jahren gleichberechtigt deutsche und türkische Medien nutzen. Dabei wird diese Zielgruppe von deutschen Medien gar nicht verwöhnt. Die Studie verdeutlicht, welche wichtige Rolle deutsche Medien im Bezug auf die Integration spielen (könnten).
Die Studie steht auf der Webseite von Unternehmen.ZDF zum Download bereit.
Interkulturelles Leben in der deutschen Wirtschaft
Längst ist Deutschland ein Land der Einwanderer geworden. Zwischen Nordsee und Alpen leben Menschen, die in den unterschiedlichsten Kulturen verwurzelt sind. Nach den Türken stellen Russen, Italiener und Polen die stärksten Gruppen. Unabhängig davon woher sie kommen, vertreten Migranten die Kultur ihrer Herkunftsländer.
Interkulturelles Leben in Deutschland bedeutet, dass alle Einwanderer etwas von ihrer Kultur mitgebracht haben. Darüber hinaus bestimmen kulturelle Faktoren auch Kaufverhalten und Konsumgewohnheiten. Migranten haben im Vergleich zur deutschen Bevölkerung mehr Nachwuchs und damit einen niedrigeren Altersdurchschnitt. Daher stellen sie einen besonders hohen Anteil der werberelevanten Zielgruppe.
Einwanderer und ihre Kinder halten gerne an Sitten und Traditionen ihrer Herkunftsländer fest. Auch das ist interkulturelles Leben in Deutschland. Dazu gehört häufig das Zusammenleben in der Großfamilie und ein starker Familienzusammenhalt. Wirtschaftlich wirken die vergleichsweise großen Haushalte wie Multiplikatoren, denn sie vervielfältigen den Konsum. Darüber hinaus ist der Zusammenhalt innerhalb einzelner Migrantengruppen so stark, dass eine enorme Werbewirksamkeit erreicht werden kann.
Die nach wie vor stärkste Gruppe von Menschen mit Migrationshintergrund hat ihre Wurzeln in der Türkei. Gerade unter Türken genießen Markenprodukte ein hohes Ansehen. Bei bekannten Namen und Marken greifen Türken öfter zu, weil sie auf Langlebigkeit und Qualität der Produkte achten. Immer mehr Migranten werden in Deutschland zu erfolgreichen Unternehmern. Auch hier geben die Türken die Richtung vor. Auf diese Weise schaffen sie nicht nur eine Lebensgrundlage für sich und ihre Familien, sondern auch wertvolle Arbeitsplätze.
